Bücher und Hörbücher

LeseLISTE 2018

10. April 2018

Buchvorstellung - Am Ende aller Zeiten - Kurzmeinung

#35 Kurzmeinung
© Argon Verlag / BookBeat

Widmung des Autors: "Für Debbie, Bailey und Joseph"

Buchbeschreibung:
Wie weit würdest du gehen ... für die, die du liebst?
Edgar Hill ist Mitte dreißig, und er hat sein Leben gründlich satt. Unzufrieden mit sich und seinem Alltag als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer weiß er nur eins: So kann es nicht weitergehen.

Als das Ende kommt, kommt es von oben: Asteroideneinschläge verwüsten die Britischen Inseln. Städte, Straßen, Internet – all das gehört plötzlich der Vergangenheit an. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe total. Edgar wird von seiner Familie getrennt und vor die größte Herausforderung seines Lebens gestellt: Will er Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er von Schottland nach Cornwall laufen, 500 Meilen durch ein sterbendes Land. Und er muss zu dem Mann werden, der er schon immer sein wollte.
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Kurzmeinung:
  • Genre: Dystopie, Post-Apokalyse
  • Handlung: Ed hat überlebt. Seine Frau und seine beiden Kinder auch. Welch ein Glück. Doch eines Tages kommt ein Hubschrauber und einige Überlebende, wie auch seine Familie, werden damit evakuiert. Ed war nicht da. Er war unterwegs und auf Patrouille im umliegenden Gelände. Als er zurückkommt sind bis auf ein paar Wenige alle weg. Wer waren diese "Retter" und wo genau werden sie hingebracht, weiß keiner genau. Das Ziel ist wohl Cornwall, 500 Meilen weiter auf der anderen Seite. Ed bleibt, um seine Familie wieder zu sehen und zu "retten", nur der Weg zu Fuß. Wird er es schaffen?
  • Charaktere: Durchweg alle langweilig und unsympathisch, insbesondere Ed, der Protagonist, der permanent über sich und sein Schicksal jammert, sei es über Zeiten vor der Apokalyse und auch danach. Er wollte keine Kinder, hat sich gefügt und ist mit der familiären Situation absolut überfordert. Die restlichen Personen, die er auf dem langen uns anstrengenden Weg begleitet, sind ebenfalls sehr einfallslos gestaltet und konnten mich nicht für sich einnehmen.
  • Spannung: Es kommt keine richtige Spannung auf. Alles plätschert so vor sich hin. Die Begegnungen mit anderen Überlebenden sind unspektakulär und konnten mich nicht begeistern und auch nicht überraschen. Nach über der Hälfte wurde es erstmals interessant. Doch dieser Eindruck verpuffte sehr schnell.
  • Schreibstil: Unaufgeregt und nicht fesselnd.
  • Ende: Ein Ende, das mich genauso wenig überzeugen konnte, wie die Geschichte selbst. Es weist keine Überraschungen, Wendungen oder sonst irgendetwas Interessantes auf.
  • Hörbuch: Das einzig Positive ist der tolle Sprecher Uwe Teschner, für den ich im Hörbuch einen zusätzlichen Stern vergebe. Er ist in der Lage den verschiedenen Figuren einen eigenen, wiedererkennbaren Charakter zu vergeben. Ein großartiger Sprecher, den ich sehr schätze.
  • Fazit: Ein Buch, das mir wertvolle Lesezeit gestohlen hat. Ein Roman mit dem Thema Apokalypse und Post-Apokalypse, der nichts Neues bringt und mich sehr gelangweilt hat. Ein Road-Trip zur Selbstfindung, der keine dysopischen Züge hätte aufweisen müssen.

Weitere Rezensionen:
+   Geschichtentaucher
+/- tthinkttwice 
-    Books and Biscuit

Video vom Sprecher Uwe Teschner zum Buch
 
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© monerlS


Kommentare:

  1. Liebe monerl,

    ach schade! Das Hörbuch hatte ich mir auch angeschaut, habe dann erstmal Abstand genommen, weil wenn der Klappentext mit den Worten anfängt, dass xy sein Leben satt hat ... da habe ich schon keine Lust drauf. :) Hatte wegen der Dystopie dann doch überlegt. Nun bin ich froh, dass ich es nicht gekauft habe.

    Liebe Grüße
    Petrissa

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    1. Liebe Petrissa,

      ja, total schade! Doch der Klappentext ist das Beste am Buch. So hart das auch klingen mag. Der Protagonist hat sein bisheriges Leben so sehr satt, dass es das ganze Buch über darüber lamentiert. Das war echt anstrengend. Das kannst du dir wirklich sparen. :-)

      GlG, monerl

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  2. So schlimm fand ich es gar nicht, aber der Typ ging mir auch auf den Zeiger. Ich weiß nicht mehr viel, aber ich meine, es ging hauptsächlich ums Vater sein. Das Endzeit-Szenario eher als Aufhänger. Ich glaube, ich hab keine Rezi geschrieben.

    Liebe Grüße,
    Mona

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    1. Haha, ich muss lachen, liebe Mona! :-) Dann hättest du wahrscheinlich 3 Sterne vergeben. Kann mir nicht vorstellen, dass du noch höher gegangen wärst, oder?!
      Deine Erinnerung trügt dich nicht. Er lamentierte meistens darüber, wie schwer sein Leben durch die Kinder geworden ist, die er eigentlich nie haben wollte. Selbst als sie geboren wurden, konnte er nicht die Gefühlen ihnen gegenüber entwickeln, wie sie sonst ein Vater hat. Er litt darunter, wie sich sein Leben durch die Kinder verändert hat ... Er ging mir mächtig auf die Nerven! Hinzu kam, dass ja er eigentlich gar nicht seine Familie retten gehen wollte. Er war eine Mimose und nichts mehr. Er schloss sich gezwungenermaßen der Gruppe an, die in die Richtung wollte, in die seine Frau und Kinder hingebracht wurden. Er wollte ja nicht alleine am A**** der Welt bleiben. Das war auch so ein Punkt. Das war nämlich ganz anders, als im Klappentext stand. Und dann kam hinzu, dass es wirklich so langweilig war. Vielleicht wäre der Plot sogar besser gewesen, wenn er nicht in ein Endzeitszenario eingefügt worden wäre. Kann gut nachvollziehen, dass du keine Rezi geschrieben hast. Ich habe deshalb zum ersten Mal eine echte Kurzmeinung geschrieben. Zu jedem Stichwort nur ganz knapp ein paar Worte. ;-)

      GlG, monerl

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  3. Hallo Monerl,

    oh je, ich hab das Buch auch noch ungelesen hier stehen. Ich dachte, es wäre eine spannende Dystopie. 😞
    Dann haben jetzt andere Bücher erstmal Vorrang...

    Danke für die Warnung und liebe Grüße,
    Rubine

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    1. Hallo Rubine,

      das tut mir leid. Aber, wenn es dich tröstet, ich stehe mit meiner Meinung eher alleine da. haha
      Die meisten Rezensionen loben das Buch. Vielleicht wird es dir ja sogar sehr viel besser gefallen! Zumindest bin ich jetzt schon darauf gespannt, was du zum Buch sagen wirst. Melde dich auf jeden Fall, wenn du es durch hast!

      GlG, monerl

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  4. Oh man, so schlecht habe ich es auch nicht in Erinnerung, aber so gut, wie ich es bewertet habe dann doch nicht... Ich schiebe jegliche Schuld von mir... Mein Sohn war zu dem Zeitpunkt 3 Monate alt. Vermutlich war ich übermüdet und habe auch noch nachts gelesen. Vermutlich war es dafür genau richtig. *lach* Heute würde ich es wohl mit deutlich weniger Sternen bewerten

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    1. Hahaha, sehr lustig, dein Kommentar! :-D Was Schlafentzug und eine starke hormonelle Belastung ausmachen... hihi
      Du solltest es nochmal lesen und dann reden wir über die tollen und auch langweiligen Stellen im Buch. Vor allem aber über den Prota, der mich jeglichen Nerv gekostet hat! ;-)

      GlG, monerl

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    2. Also ich hatte einen Stern weniger im Kopf als ich es letztendlich bewertet hatte. War selbst ganz erstaunt, da der Prota doch eher nervig war. *lach*
      Vielleicht sollte ich es wirklich nochmal wagen, dieses Experiment und es nochmal lesen, nur die Zeit dafür finden...

      GlG, Anja

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    3. Ja, die liebe Zeit... Wer kennt das nicht! Falls du das Buch je nochmals liest, musst du mir auf jeden Fall Bescheid geben! :-D
      Wünsche dir ein schönes Wochenende!
      GlG, monerl

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  5. Hut ab, wenn Du dann trotzdem bis zum Ende durchhältst, liebes monerl. Und noch dazu eine Rezi schreibst. Die Geduld habe ich ja heute nicht mehr.

    Liebe Grüße, Anne

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    1. Ich habe einfach die Hörgeschwindigkeit hochgesetzt, damit ich viel schneller vorankomme. Bei Hörbüchern geht das ja prima! hahaha
      Das Buch an sich hätte ich wahrscheinlich abgebrochen und nur noch quergelesen oder nur das Ende gelesen.

      Ich finde, es ist schon gut, wenn es zu Büchern auch Rezis mit weniger Sternen gibt. Das rundet das Meinungsbild ab. Ich z.B. lese bei Amazon oder so überwiegend die schlechten Rezensionen. Ein bis zwei sehr gute und den Rest schlechte. Das hilft mir immer am besten zu wissen, ob das Buch nun was für mich wäre oder nicht.

      GlG, monerl

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  6. Ach du Schreck, noch kritischer als ich dachte :D Ich hatte es etwas sacken lassen und dem Buch dann sogar 4 statt 3 Sterne gegeben, und doch kann ich deine Kritik verstehen. Zumal es auch darauf ankommt, was man erwartet (meine Vorstellungen waren gänzlich andere, als das Buch hergab) und wie man sich reinliest. Wenn man Ed grundlegend nicht mag, stelle ich mir das schon schwer vor überhaupt in die Geschichte zu finden und wenn dir dann auch die Erzählart nicht gefiel, kann die Geschichte einfach nicht packen, das stimmt wohl.
    Immer schön mal gänzlich andere Meinungen als die eigene zu lesen (=

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    1. Selbst heute, einige Zeit nach dem Lese, würde ich die Geschichte nicht besser bewerten.
      Ja, ich hatte einen Endzeitroman erwaret, wie er im Klappentext beschrieben stand. Doch das stimmte im Endeffekt ja nicht wirkich. Diese Endzeitsache ist nur ein ganz oberflächlicher Rahmen für Eds Probleme und seinem "schweren" Weg zu sich selbst. Und dieses Gejammer konnte ich irgendwann echt nicht mehr ertragen. :-D Meiner Meinung nach erfährt der Charakter kaum Entwicklung. Gelaufen ist er auch nur, weil er eben nicht allein sein wollte und die anderen entschieden, sie werden ans andere Ende laufen. Wäre es nach ihm gegangen, hätten sie nichts gemacht, außer abgewartet. Das passte dann auch wieder nicht mit der Aussage "Wie weit würdest du gehen, für die, die du liebst?". Ed wäre nämlich keinen Schritt geganen. Eigentlich war er froh, einmal etwas Pause von ihnen zu haben. ;-)

      GlG und einen sonnigen Start in die Woche wünsche ich dir!
      monerl

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    2. Lustig, habe ich schon etwas anders wahrgenommen, aber gerade das ist ja das besondere an Büchern - ein und dieselbe Geschichte können so unterschiedlich wirken!

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